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Viessmann-Hausbeleuchtung

Relativ bald nachdem ich mit der Eisenbahn angefangen hatte las ich einen Artikel über ein "belebtes Haus". Hier wird per Arduino und einzelner LEDs ein Haus nicht mehr komplett beleuchtet sondern einzelne Zimmer um zu simulieren dass im Haus tatsächlich kleine Menschen ihren Geschäften nachgehen. Das fand ich auch charmanter als das Licht im gesamten Haus ein- und auszuschalten und wollte es nachbauen. Das Problem hierbei ist dass man dazu die einzelnen "Zimmer" gegeneinander abtrennen muss - wie geht das am besten?

In diesem Bild sieht man den Effekt sehr gut, und auch wie die Wände mangels Maskiervorhang durchscheinen. Im Bereich um den Stellwerksraum sind die Wände bereits behandelt.

Haus Durchscheinen

Durch die Beleuchtung sieht man auch schön wo beim Bauen geschludert wurde...

Haus ViemannKasten

 

Viessmann hat sich dazu ein Set ausgedacht mit dem man hinter jedes Fenster einen kleinen Plastikkasten klebt und diesen mit einer LED versieht. Nach den Vorstellungen von Viessmann natürlich eine der separat verkauften die einfach eingeklipst werden können - der Preis ist dann auch unpraktisch hoch.

Eigentlich eine Superidee - zumindest wenn der Kasten so gut auf das Fenster passt wie im Bild rechts. Das Licht kommt auch schön von oben als ob eine echte Deckenlampe angeschaltet ist - wenn man die LED nicht zu weit aufdreht kann man das schon sehen.

Aber selbst hier leuchtete die LED durch das (einseitig bemalte) Plastik der Hauswand, darum habe ich die Wand schwarz bemalt. 

Viessmann empfiehlt hier sogar die Gardine aus der Maske auszuschneiden und auf dem Kasten zu befestigen und dieses Konstrukt dann auf das Fenster zu kleben. Das ist natürlich deutlich mehr Arbeit als einfach nur die Maske in das Gebäude einzulegen.

Das viel größere Problem ist aber dass es diese Kasten nur in zwei oder drei Größen gibt. Schon bei meinem ersten Projekt, dem abgebildeten Nebenbahnhof, gab es Probleme die Boxen vernünftig zu platzieren.

Haus ViessmannSet

Auch an den Ecken eines Gebäudes kann es eng werden. Im Bild oben kann ich die Fenster links unter dem Kasten nicht beide mit einer Box versehen weil die Boxen einfach zu groß sind und sich gegenseitig behindern.

Klar, man kann ein Fenster abkleben und nur das andere beleuchten, aber ideal ist es nicht.

Lange Reihen von Fenstern gehen auch nicht, es sei denn man dreht die Boxen oder beschneidet die doch recht dicken Klebekanten. Das geht ganz gut, aber eigentlich gebe ich ja nicht viel Geld aus um nachher doch wieder improvisieren zu müssen.

Und zu guter Letzt erfordert natürlich jede Box ihre eigene LED. Da das Stück im Original knapp drei Euro kostet kommt so eine stimmungsvolle Beleuchtung ganz schön teuer.

 

 

Simulierte Zimmer aus Pappe

Wie gesagt, schon bei meinem ersten Projekt kamen ziemlich viele Probleme auf, und dann habe ich das Ganze deutlich einfacher und billiger mit Pappe und LEDs für ein paar Pfennige aus der Restekiste gelöst.