Tauchen

Tauchen - man schnallt sich einige Dutzend Kilo Ausrüstung auf den Buckel um dann baden zu gehen. Und das soll Spaß machen?

Aber das tut es in der Tat, und ich möchte euch ermöglichen auch etwas von diesem Zauber erleben zu können.

Hier findet ihr diverse Artikel über das Tauchen, Tauchausbildung, Tauchplätze und Ausrüstung.

Hinweis:
Ich bin zwar VdST-Tauchlehrer, aber alle Artikel auf dieser Seite stellen meine private Meinung und Auffassung dar und repräsentieren in keiner Weise die Werte eines Verbands oder Vereins.

Dauer eines Tauchgangs

Dauer eines Tauchgangs


Das ist normalerweise die zweite oder dritte Frage, die mir gestellt wird wenn mein Gesprächspartner erfährt, daß ich tauche. Die Dauer eines TGs hängt davon ab, wie tief man taucht.


Das Problem ist nämlich, daß das Wasser auf den Brustkorb drückt, und zwar je tiefer man geht, desto stärkeren Druck übt das Wasser aus. Um dennoch atmen zu können, muß man mit mehr Luft "gegendrücken". Deswegen liefern die Lungenautomaten immer so viel Luft pro Atemzug, daß der Wasserdruck ausgeglichen wird. Bei einer Tauchtiefe von 10m benötigt man die doppelte Luftmenge für einen Atemzug verglichen mit der Menge an der Oberfläche, in 20m das Dreifache usw.


Wenn also eine Flasche an der Oberfläche eine Stunde Luft liefern könnte, hält sie in zehn Metern Tiefe nur noch eine halbe Stunde oder weitere 10m tiefer nur zwanzig Minuten.
Dazu kommt noch, daß man je nach Anstrengung und Kondition unterschiedlich viel Luft braucht. In der Regel dauert ein Tauchgang 30 bis 60 Minuten, ich habe aber auch schon kürzere (10min, wenn es im See nichts zu sehen gab) oder längere (90min, langsames Herumschweben im Flachwasser) gemacht.

Normale Tauchtiefe

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Normale Tauchtiefe


"Wie tief taucht ihr denn so?"



Die Tiefe in die man taucht hängt von vielen Faktoren ab.


Der allerwichtigste Faktor ist, was man eigentlich will. Fische sieht man in der Regel im Flachwasserbereich bis 10m, denn dort ist es hell und die Algen oder Korallen vermehren sich dort am besten. Deswegen befinden die Fische, die von diesen leben, auch in dieser Tiefe. Und da die Raubfische auch gerne in der Nähe ihrer Beute sind, ist der Bereich bis zehn Meter von den Fischen her am schönsten. Diese Zone erweitert sich etwas, wenn das Wasser sehr klar ist oder es starke Sonneneinstrahlung gibt und verringert sich bei schlechterer Sicht. Unterhalb der "aktiven" Zone wird es schnell uninteressant. Dort wächst nicht mehr viel und außer ein paar Aasfressern (zum Beispiel Welsen) halten sich dort auch kaum Fische auf.


Karibische FischeAndere Dinge wie Wracks oder Steilwände kann man in jeder Tiefe finden, man muß sie eben so nehmen wie sie kommen.


Im Wesentlichen stellt man sich also vor dem Tauchgang die Frage "Was will ich machen?" und taucht entsprechend. Will man Fische sehen, taucht man flacher, geht es um Wracks oder andere unverrückbare Orte bestimmt deren Lage die Tiefe des Tauchgangs.



Es gibt allerdings ein paar Richtwerte, an die man sich halten sollte. Normalerweise sollte man als Anfänger nicht tiefer als zehn bis zwanzig Meter gehen; für erfahrene Taucher wird als absolute Untergrenze gerne 40m angeführt. Es handelt sich dabei aber nur um Empfehlungen, es gibt kein Gesetz, das einem Anfänger verbietet beim ersten Tauchgang auf 45m zu tauchen. Das sollte aber schon alleine der gesunde Menschenverstand verbieten!


Die Tiefe wird jedoch noch von einem weiteren Faktor bestimmt, nämlich den Auswirkungen, den der Wasserdruck auf den menschlichen Organismus hat. Das größte Problem beim Tauchen ist der sogenannte Tiefenrausch. Hier wirkt der Stickstoff in der Luft auf die Nervenzellen ein und führt dazu, daß man sich nicht mehr vollständig unter Kontrolle hat. Wie ein Alkoholrausch auch sind die Auswirkungen sehr vielfältig - aber ein Tiefenrausch ist wesentlich gefährlicher als ein Glas zu viel. Schließlich befindet man sich dann in einer für uns lebensfeindlichen Umgebung, die Leichtsinn und Fehler nicht verzeiht. Die Gefahr eines Tiefenrausches steigt ab ca. 30m rapide an, weswegen ich alle TGs, die diese 30m unterschreiten als Extremtauchgänge bewerte. Man kann den Tiefenrausch (oder besser gesagt sein Ausbleiben) "trainieren", indem man sich über einen längeren Zeitraum in vielen TGs an die extremen Tiefen herantastet, aber einen Rausch bekommt man ab einer gewissen Tiefe immer. Es gibt ein paar Taucher, die mit normaler Pressluft über 100m tief getaucht sind, aber das ist dermaßen riskant, daß ich es schon fast als Selbstmordversuch ansehe.


Die meisten Tauchgänge spielen sich also im Bereich zwischen 5 und 20m ab, außer durch besondere Umstände wird es notwendig, tiefer zu gehen.

Transport der Ausrüstung

Transport der Ausrüstung



Am sinnvollsten ist eine Gipserwanne, die man für um die 20€ in jedem Baumarkt kaufen kann. Diese hat den großen Vorteil, daß sie wasserdicht ist und das Auto auf der Heimfahrt nicht versaut wird. Sie ist allerdings unhandlich und stinkt zu Beginn unglaublich nach Weichmacher.


Andere Alternativen:



    • Gipserwanne mit Sackkarre
      Stabil und praktisch. Allerdings nimmt die Sackkarre oft viel Platz im Auto weg weil sie sich nicht gut zusammenfalten läßt. 
      Spanngurte oder Spanngummis vereinfachen den Transport noch weiter.

    • Tauchrucksack
      Sehr praktisch, vor allem, wenn er Rollen hat und man weiter zum Tauchplatz laufen muß. Hauptnachteil ist, daß die Dinger relativ teuer sind und bei dauernder Benutzung schneller aus dem Leim gehen.

    • Zarges-Box
      Stabil weil aus Aluminium, aber ich kenne bisher nur Boxen mit Löchern im Boden. Und da suppt dann das Wasser der Ausrüstung in den Kofferraum.

    • Rollboxen
      In diversen Supermärkten findet man immer wieder einmal Boxen, die von der Größe den Gipserwannen ähneln und die sogar Rollen haben.
      Aus leidvoller Erfahrung kann ich sagen, daß die Teile nicht so geeignet sind. Die Rollen und Achsen sind meist aus Plastik und halten die Belastung durch die Ausrüstung nicht lange aus. Vor allem das Blei sollte man nicht in der Kiste transportieren. Nachdem ich die Achsen durch Schrauben ersetzt hatte hielten sie durch, aber das Plastik der Räder nutzt sich auf dem Asphalt zu schnell ab.

    • Bollerwagen
      Wenn man am Tauchplatz längere Strecken zurückzulegen hat empfiehlt sich ein Bollerwagen wie dieser: http://www.amazon.de/MAC-WTC-101-Faltbarer-Bollerwagen/dp/B005CMHNUQ.
      Nachteil: er ist aufgeklappt sehr unhandlich und eignet sich darum nicht so gut für den Transport der Ausrüstung im Auto.
      Bei meinem Exemplar brachen relativ schnell die Räder, ich habe sie dann durch stabile Versionen aus dem Baumarkt ersetzt.


Kaufberatung

Kaufberatung


Die erste Frage, die von Tauchanfängern gestellt wird ist regelmäßig "Was soll ich mir kaufen?". Leider ist die Frage schneller gestellt als beantwortet, denn es hängt davon ab, was man jetzt eigentlich vor hat, aber ich versuche einmal ein paar Hinweise zu geben.


In dem seltenen Fall, daß der Anfänger schon weiß, daß er jedes Wochenende in Deutschland tauchen gehen will, kann ich nur sagen: "Kaufe alles, und das Beste.". In diesem Fall würde ich mich für eine kleine Provision auch als Vermittler zur Verfügung stellen...


Jemand, der einmal pro Jahr im Urlaub eine Woche tauchen geht verschwendet meiner Meinung nach sein Geld, denn dann ist das Ausleihen vor Ort billiger insbesondere da die Fluggesellschafen inzwischen beim Tauchgepäck ordentlich zulangen.


Ein großer Vorteil einer eigenen Ausrüstung ist jedoch, daß man sehr spontan reagieren und tauchen gehen kann. Nichts im Fernsehen? Ach, springen wir schnell in den See... Ausleihen ist dann doch mit einem ziemlichen Aufwand verbunden, bis man alles zusammen hat und so weiter und so fort. Die Presie spielen meiner Meinung nicht so sehr die Rolle - es sei denn, jemand geht ständig tauchen. Eine ordentliche Ausrüstung kostet locker mehrere tausend Euro - und dafür kann man sich oft etwas ausleihen.


So würde ich vorgehen, wenn ich das Tauchen neu anfangen würde, aber über die jetzigen Erfahrungen verfügen würde:



ABC-Ausrüstung


Normalerweise verlangen die Tauchschulen, daß man zum Tauchkurs eine sogenannte ABC-Ausrüstung, also Maske, Schnorchel und Flossen kauft. Dadurch ist das normalerweise die erste Ausrüstung die man besitzt. Es macht auch Sinn hier schnell eigene Ausrüstung zu haben, denn Maske und Schnorchel hat man im Gesicht bzw. direkt im Mund und da sind eigene Teile einfach hygienischer.


Diese Ausrüstung kostet im Tauchshop 100-200€. Bei großen Sportfachhäusern wie Decathlon oder ähnlichem habe ich diese Ausrüstung in guter Qualität schon billiger gesehen, aber die Beratung im Tauchshop ist Einiges wert. Wenn ihr zum Discounter geht weist aber unbedingt darauf hin, daß ihr die Sachen zum Tauchen wollt - billige Flossen zum Baden sind auf Dauer \'rausgeschmissenes Geld. Insbesondere die Masken die ich bei Aldi und Lidl gesehen habe gefielen mir nicht besonders denn das Material des Maskenkörpers war sehr hart und vermutlich unbequem zu tragen.


Achtung! Man unterscheidet "offene" und "geschlossene" Flossen. Letztere sind die normalen Flossen, die jeder kennt. Da man sie barfuß benutzt, sind sie nur für warme Gewässer und das Hallenbad geeignet.
"Echte" Taucherflossen erkennt man daran, daß sie hinten offen sind und mit einem Gurt am Fuß befestigt werden. Sie erfordern einen speziellen Schuh, der dann aber auch der Wassertemperatur angepaßt werden kann.


Anzug


Als nächstes halte ich einen Anzug für sinnvoll. Leihanzüge passen selten gut, und man weiß auch nie, wer sich darin schon erleichtert hat. Ein ordentlicher Anzug kostet € 100-300 und trägt durch optimale Isolation dazu bei, daß der Tauchgang nicht wegen Schüttelfrost vorzeitig beendet werden muß. Ein Anzug ist ein Artikel, den man auch gut gebraucht kaufen kann. Er sollte nur keine Risse, Löcher oder sonstigen Abnutzungserscheinungen haben. Und: Unbedingt anprobieren!


Die wichtigsten Kategorien von Anzügen sind:



    • Shorties, Tropenanzüge, Lycra
      In der Karibik und dem Hallenbad ok, aber im Frühjahr in Ägypten bereits zu dünn. Eine reine Schutzfunktion, damit man sich nicht aufschürft bzw. daß das Gerät nicht die Haut aufscheuert.

    • Naßanzüge bis 5mm
      Nur für das warme Meer oder einen Baggersee im Sommer. Wer nur in Ägypten taucht ist damit gut beraten.

    • Naßanzüge ab 5mm
      Für mittelmäßig warme Gewässer, mit Eisweste kann man auch im Herbst noch tauchen gehen.

    • Halbtrockene
      Diese Anzüge gibt es in der Regel um die 7mm. Je nach Paßform und Empfindlichkeit kann man durch das ganze Jahr durch tauchen. Es gibt auch halbtrockene Anzüge mit einem sogenannten "Trockenzipp". Das ist ein gasdichter Reißverschluß, wie er bei den Trockentauchanzügen verwendet wird. Wenn ein solcher Anzug gut paßt, kommt auch in ihn fast kein Wasser.

    • Trockentauchanzüge
      Das Optimum an Wärmeisolation. Wer bei Kursbeginn schon weiß, daß er oft tauchen gehen will sollte darin das Tauchen erlernen, denn das ist ein ganz anderes - und wie ich finde, bequemeres - Tauchen. Aber wer weiß das schon im Voraus und ist bereit, um die € 1.000 für den Anzug zu berappen?


Zum Anzug gehören eigentlich immer Füßlinge und Handschuhe. Die Schuhe sind alle ungefähr gleich; lediglich eine stabile Sohle mit gutem Profil ist zu empfehlen.
Bei Handschuhen gibt es viele unterschiedliche Modelle: Dreifinger, Fünffinger, Trockenhandschuhe, mit oder ohne Reißverschluß usw. Wenn jemand öfter in kaltem Wasser tauchen geht (oder tiefer gehen will) kann ich ihm die Trockentauchhandschuhe wärmstens empfehlen. Sie sind zwar umständlicher anzuziehen, halten dafür aber wunderbar warm. Sie kosten ca. 30€ mehr als offene Neoprenhandschuhe, aber dieser Aufpreis lohnt sich meiner Meinung nach immer.


Eine Zeitlang gab es bei Lidl Anzüge der Marke "Pegaso" zu kaufen. Wenn man sie anprobieren kann und sie passen sind sie durchaus empfehlenswert. Nichts Besonderes, aber ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.



Automaten, Jackets


Jacket und Automat(en) sind wichtige Artikel, die aber sehr viel Geld kosten. Für den Gelegenheitstaucher kann ich sie nicht uneingeschränkt empfehlen. Dennoch habe ich mir sehr schnell einen Automaten gekauft, denn ich wollte sicher gehen, daß ich immer ein vertrauenswürdiges Gerät habe.
Die Markenvielfalt ist verwirrend und schwer zu erfassen. Es gibt zwei wichtige Kriterien zur Auswahl: Zuverlässigkeit und Wartung. Natürlich sagt jede Firma von ihren Automaten, daß sie die Besten seien - aber eine Umfrage unter Tauchern sollte euch aufzeigen, worauf ihr achten solltet. Ich tauche zu Beginn mit einem Blizzard von Sherwood und habe noch nie Probleme damit gehabt. Inzwischen bin ich auf Apeks umgestiegen. Mein Buddy ist sehr zufrieden mit seinem ScubaPro D400, schimpft aber auf den G50 dieser Firma, weil er schon mehrfach abgeblasen hat. Mein anderer Buddy stimmt ihm in Bezug auf den G50 zu, liebt aber seinen Poseidon, nachdem er das Mundstück gekürzt hat. Sein Cressi-Automat funktioniert nach anfänglichen Problemen inzwischen auch sehr gut.
Wie gesagt, fragt in Eurem Umfeld nach und macht euch ein eigenes Bild. Wenn ihr dann aber einen Automat kauft, sagt dem Verkäufer, was ihr damit machen wollt. Der kann euch dann nämlich informieren das es nicht sinnvoll ist, mit einem R190 auf Eistauchgang zu gehen (der R190 ist ein einfacher Automat für die gelegentliche Benutzung im warmen Wasser.)
Faktor zwei ist die Wartung. Jeder Automat sollte in regelmäßigen Abständen überholt werden. Darum rate ich euch, einen Automat zu kaufen der auch bei einem Tauchshop in der Nähe gewartet werden kann. Nichts ist ärgerlicher als wenn man seinen Automaten einen Monat zur Revision wegschicken muß. Die Preise sind sehr unterschiedlich - oft wird nach Aufwand berechnet, was dann schnell über 80€ und mehr kosten kann. Dieser Faktor hat mich dazu bewegt, Sherwood-Automaten zu kaufen, denn die Revision, die man jährlich durchführen muß kostet ca. 60€


Lampen


Unterwasserlampen sind sehr teuer und nicht unbedingt nötig. Wenn sich nicht gerade ein Schnäppchen ergibt würde ich das aufschieben bis wirklich einmal zu viel Geld da ist.
Wenn es dann sein muß: Die Hauptlampe sollte (bei Halogen) als absolute Untergrenze zwanzig Watt haben, mehr ist aber besser - 35 bis 50 Watt halte ich für einen guten Kompromiß zwischen Leistung und Preis. Eine Notlampe darf auch schwächer sein; hier haben sich Batterielampen bewährt, da man nicht daran denken muß, sie aufzuladen. Ich habe eine Lampe mit integriertem Stroboskopblitzer (ca. 40€) als Reserve - das Teil ist immer an meinem Jacket befestigt und kann entweder meine Instrumente beleuchten oder durch Blinken meine Position markieren, falls ich einmal im Ilsesee abgetrieben werde und das Ufer nicht mehr finde.


Heutzutage sind alle sinnvollen Lampen mit LEDs bestückt, Halogen stirbt langsam aus. LEDs sind heller und durch den geringeren Stromverbrauch hält ein Akku mehrere Stunden.
Die Lampen befestigt ihr am besten mit einem Spiralkabel wie dem von IQ. Während man die Lampe benutzt hat man Bewegungsraum und danach wird sie wieder eingeklinkt und baumelt nicht zwischen den Beinen herum.


Blei, Messer, Schreibtafel - das ist Kleinkram, den man sich mal kaufen kann, wenn ein paar Euro übrig sind. Abgesehen davon bietet es sich an, sich diese Teile schenken zu lassen.


Flaschen


Flaschen zu kaufen sollte man sich gut überlegen, denn auch diese müssen regelmäßig gewartet werden. Schon diese Kosten verteuern diese auf Dauer.


Das Ausleihen ist meist nur wenig teurer als die Flaschen nur füllen zu lassen.


Ein Vorteil eigener Flaschen ist natürlich die Flexibilität, auch hier kann man einfach zum Tauchen aufbrechen ohne erst noch lange eine Leihflasche zu suchen.

Ausrüstung packen

Packen der Ausrüstung

 

Viele meiner Schüler sind unsicher wenn es zu einer Tauchausfahrt geht ob sie alles dabei haben.

Erstens mal: mir geht es genauso. Ich vergesse zwar praktisch nie etwas, aber frage mich jedesmal erneut ob ich alles dabei habe.

Zweitens möchte ich hier ein paar Tipps geben wie man das Vergessen praktisch ausschließen kann.

ein vollgepacktes Taucherauto

Ich empfehle die Ausrüsung am Tag vor der Abreise zu packen, am Abfahrtstag selbst ist meist zu viel Hektik und man vergisst eher etwas als wenn man in aller Ruhe packt.

Dann habe ich meine gesamte Tauchausrüstung in einem speziellen Eck in meinem Keller. So bekomme ich schnell einen Überblick was noch herumliegt und ich evtl. noch brauche.

Beim Packen selbst gehe ich systematisch vor. Entweder ziehe ich in Gedanken meine Ausrüstung an und packe die "angezogenen" Gegenstände ein, oder ich fange unten an und denke mich beginnend an den Füssen nach oben durch. Wieder wird das eingepackt an das ich gerade denke.

Wenn alles gepackt ist prüfe ich erneut was noch im Keller liegt. Dann folgt noch einmal ein Kontrollblick durch die gepackten Dinge.

 

Bei längeren Ausfahrten mit Übernachtungen empfiehlt es sich übrigens zwei getrennte Pakete zu machen - das Tauchgepäck und das normale Übernachtungsgepäck.

Es ist sehr lästig wenn man sein gesamtes Tauchgepäck auf das Hotelzimmer schleppen muss weil die Zahnbürste irgendwo ganz unten liegt.

 

 

 

 

 

Hier noch eine Checkliste nach dem "anziehen"-Muster:

    • ggf. Badehose
    • Hot Socks
    • bei Trockentauchern: Unterzieher, Handschuhe, Einleger für diese
    • Anzug, ggf. Eisweste und Kopfhaube
    • Füsslinge
    • Blei mit Gurt bzw. Taschen
    • Pressluftflasche(n)
    • Automaten
    • Jacket
    • Computer, Kompass, Tiefenmesser
    • ggf. Lampen
    • Maske
    • Flossen

Besonderheiten sind damit natürlich noch nicht abgedeckt.

Denkt auch an ein Handtuch, das ist DER Gegenstand den ich am häufigsten vergessen habe. Da ich aber meist trocken tauche ist das in der Regel nicht so schlimm.

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